Vierkantflasche aus der Glashütte Globsow

Verena Wasmuth CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Im Querschnitt rechteckige, formgeblasene Flasche aus olivgrünem Glas mit vielen kleinen und einigen größeren Luftblaseneinschlüssen, Boden hochgewölbt, verdickt mit rundem Abriss, drei konkav geformte Seiten, eine plan, die sich nach oben leicht verengen zur gewölbten Schulter, die in den kurzen Hals übergeht, Mündungsrand breit abgesetzt und oben flach. Der Flaschentyp ist aus der Literatur als Globsower Produkt bekannt (Friese, Glashütten in Brandenburg, 1992, Tafel 16). Tatsächlich wurde dieses besonders gut erhaltene Exemplar im ehemaligen Magazingebäude der Hütte in der Dorfmitte (heute Spielplatz) bei den Abrissarbeiten unter dem Dielenfußboden geborgen. Es gelangte als Leihgabe von privat in den Museumsbestand. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Flasche, die in größerem Umfang auf Bestellung hergestellt wurde. Das Einblasen in eine speziell zu diesem Zweck angefertigte Form garantierte eine einheitliche Füllmenge. Gut denkbar, dass sie von der örtlichen Schnapsbrennerei genutzt wurde, vielleicht für Geneva oder Hagebuttenwein, die nachweislich dort erzeugt wurden. [Verena Wasmuth]

ObjektartFlasche
MaßeH. 22,5 cm; B. 8cm; T. 5,5 cm; Dm. Mündung 2,8 cm
MaterialGrünes Waldglas / formgeblasen, ofengeformt
InventarnummerGM/F/137/22
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
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Glasmacherhaus Neuglobsow CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Glasmacherhaus Neuglobsow

„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.

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