Marke der Glashütte Globsow von 1808
Beschreibung
Scherbe mit ovaler Marke aus hellgrünem Glas, gestempelt "[Adler über Linie] GLOBSOW / Nō 4 / 1808", korrodiert. Das Fragment einer preußischen Quartbouteille aus der Globsower Glashütte stammt vom Standort Neuglobsow, sie wurde dort gefunden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um Glasbruch, der zum Wiedereinschmelzen vorgesehen war. Die Zugabe von Scherben reduzierte die Temperatur der Glasschmelze um mehrere hundert Grad und war deshalb wirtschaftlich unverzichtbar. Überdies soll dieser Usus die Qualität der Glasmasse verbessert haben. Im Standardwerk zum brandenburgischen Glasgewerbe ist die Stempelung publiziert (Friese, Glashütten in Brandenburg, 1992, Serie 20, S. 49). Die "4" markiert den für die korrekte Füllmenge der von ihm erzeugten Flasche verantwortlichen Glasmacher. Die Scherbe wurde dem Museum 2022 von privat als Leihgabe übergeben. [Verena Wasmuth]
| Glasmarke | |
| Dm. innen 2,0 cm | |
| Grünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt | |
| GM/SI/122/22 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Details und verwandte Objekte
Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.

