Globsower Glassiegel vom ersten Hüttenstandort
Beschreibung
Scherbe mit Marke aus grünem Glas, gestempelt "[geschwungenes Ornament] / [G]LOBSOW / No: 9", Innenkreis aus Linie, korrodiert. Dieser Flaschenstempel wurde in der ehemaligen Glashütte Altglobsow hergestellt (vgl. Friese, Glashütten in Brandenburg, Serie 4.9, S. 48). Dort wurde zwischen 1752 und 1779 eine Glashütte betrieben, die farbloses und grünes Tafelglas sowie Apothekerglas produzierte und weithin vertrieb. Dieses Flaschenfragment wurde von privat im nahegelegenen Neuglobsow, dem zweiten Standort der Manufaktur, gefunden und dem Museum 2022 als Leihgabe übergeben. Dorthin gelangte sie als Glasbruch, der zum Wiedereinschmelzen vorgesehen war. Die Zugabe von Scherben reduzierte die Temperatur der Glasschmelze um mehrere hundert Grad und war deshalb wirtschaftlich unverzichtbar. Überdies verbesserten Altscherben die Qualität der Glasmasse. [Verena Wasmuth]
| Glasmarke | |
| Dm. innen 2,3 cm | |
| Grünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt | |
| GM/SI/128/22 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Dieses Objekt im Museum
„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.




