Siegel der Glashütte Globsow mit preußischem Adler
Beschreibung
Scherbe mit Marke aus grünem Glas, gestempelt mit " [...] GLASHÜTTE / [Adler über Linie] / No 2.", Innenkreis aus Linie, korrodiert und irisiert. Der Abgleich mit dokumentierten, intakten Glasmarken identifiziert das Siegel mit der charakteristischen Schreibweise des "o" bei "No" über zwei kurzen Strichen als Stempelung der Globsower Glashütte aus der Zeit nach 1814, also vom Standort Neuglobsow. Die hier unleserliche Umschrift muss lauten "GLOBSOWSCHE GLASHÜTTE""(Friese, Glashütten in Brandenburg, 1992, Serie 27.2, S. 49). Die untenstehende Nummer identifizierte den Glasmcher, der für die korrekte Füllmenge verantwortlich war. Während man auf frühen brandenburgischen Glasmarken meist dessen Initialen fand, verwendete man in der Globsower Hütte stets Ziffern zu diesem Zweck. Das Fragment wurde in Neuglobsow gefunden und dem Museum 2022 leihweise überlassen. [Verena Wasmuth]
| Glasmarke | |
| Dm. innen 2,4 cm | |
| Grünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt | |
| GM/SI/181/22 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Dieses Objekt im Museum
„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.




