Glasmarke mit dem Buchstaben "S"
Beschreibung
Scherbe mit Siegel aus grünem Glas, gestempelt mit dem Buchstaben "S" unter einer fünf-zackigen Krone, dessen Enden jeweils verschlungen, korrodiert. Die Stempelung erinnert an keine der publizierten Siegel mit "S", die Manfred Bußejahn als Schnapsflaschen identifiziert (Bußejahn, Glasmarken mit "S", 1993, Nr. 12, S. 20). Auch handelt es sich nicht um eines der bekannten Bestellersiegel einer Apotheke, die ihr königliches Privileg in der Regel mit einer bekrönten Majuskel in Antiqua auf die von ihnen vertriebenen Flaschen stempelten. Vermutlich handelt es sich um das Monogramm des Bestellers, einen Gutsherren oder Gastwirt. Die Scherbe ist ein Bodenfund aus Neuglobsow, der seit 2022 als Leihgabe von privat im Glasmacherhaus verwahrt wird. [Verena Wasmuth]
| Glasmarke | |
| Dm. innen 1,9 cm | |
| Grünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt | |
| GM/SI/182/22 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Dieses Objekt im Museum
„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.




