Späte Marke der Globsower Glashütte
Beschreibung
Scherbe mit Siegel, gestempelt mit der Umschrift " KON PR GLASHÜTTE/ [Adler über Linie] / GLOBSOW / No 4", Innenkreis aus Linie, korrodiert und leicht irisiert. Es handelt sich hierbei um eine Marke der Globsower Glashütte aus der Zeit nach 1814, also vom Standort Neuglobsow. Sie ist publiziert (Friese, Glashütten in Brandenburg, 1992, Serie 26.4, S. 49). Unklar bleibt, bis wann die märkischen Glashütten zur Siegelung ihrer Flaschen verpflichtet waren. Die letzte datierte Marke stammt aus Annenwalde von 1823, das etablierte Prinzip wurde hingegen sicher noch länger beibehalten. So sind aus der Hütte in Alt-Placht, die zwischen 1845 und 1869 in Betrieb war, Glasmarken überliefert, allerdings undatiert. Das Fragment kam in Neuglobsow zutage und wurde dem Museum Glasmacherhaus 2022 von privat als Leihgabe übergeben. [Verena Wasmuth]
| Glasmarke | |
| Dm. innen 2,1 cm | |
| Grünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt | |
| GM/SI/185/22 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Dieses Objekt im Museum
„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.




