Siegel der Glashütte Globsow aus Altglobsow

Verena Wasmuth CC BY-NC-SA
Verena Wasmuth CC BY-NC-SA

Beschreibung

Scherbe mit Marke aus lichtgrünem Glas, gestempelt "[Krone] / LOBSOW / Nō 2", Innenkreis aus Linie, irisiert und korrodiert. Wenn man den verschmolzenen ersten Buchstaben ergänzt, zeigt dieses Siegel an, dass die mit ihm gemarkte Flasche in der privaten Glashütte Globsow hergestellt wurde. Die Stempelung ist für den zweiten Standort in Neuglobsow am Dagowsee dokumentiert, und zwar vor 1800, als man das Entstehungsjahr im Siegel abbildete (vgl. Friese, Glashütten in Brandenburg, Serie 7.2, S. 48). Damals stand die Glasmanufaktur unter der Leitung von Johanna Louise Pirl, die als "Witwe Pirl" sukzessive vier Hütten gründete und überaus erfolgreich führte. Die Globsower Hütte produzierte in erster Linie grünes Hohlglas, zunächst wie überall mit holzbefeuerten Öfen, später mit torfbefeuerten Rostöfen, auf kreative Initiative der Witwe Pirl. Die Marke wurde in Neuglobsow im Erdreich gefunden und dem Museum 2022 von privat als Leihgabe überlassen. [Verena Wasmuth]

ObjektartGlasmarke
MaßeDm. innen 2,4 cm
MaterialGrünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt
InventarnummerGM/SI/186/22
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
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Glasmacherhaus Neuglobsow CC BY-NC-SA

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Glasmacherhaus Neuglobsow

„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.

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