Siegel der Berliner Brauerei Josty

Verena Wasmuth CC BY-NC-SA
Verena Wasmuth CC BY-NC-SA

Beschreibung

Scherbe mit Marke aus olivgrünem Glas, gestempelt mit "Gbr / Josty / •", Innenkreis aus Punkten, korrodiert und irisiert. Die Schreibweise mit dem "r" von "GBr" über zwei Strichen ist charakteristisch für die Stempelung der Brauerei der Gebrüder Josty in Berlin (Humbsch, Das Glasmarken ABC, 2006, Nr. J-05, S. 30). Diese Brauerei wurde zunächst, ab etwa 1832, in der Prenzlauer Straße 59 und später in der Bergstraße 22 betrieben, bis 1903. Welche Glashütten die Flaschen für das Josty'sche Bier lieferten, ist nicht überliefert. Die Marke wurde in Neuglobsow gefunden und dem Museum 2022 von privat als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Offensichtlich handelt es sich demnach um angekauften Glasbruch, der für ein Wiedereinschmelzen vorgesehen war. Diesen lagerte man so lange nahebei, bis er zermahlen als Zutat Verwendung fand. Gerade die wegen der aufgesetzten Glasmarken schwereren Scherben rutschten dabei nach unten und gelangten so ins Erdreich. [Verena Wasmuth]

ObjektartGlasmarke
MaßeDm. innen 2,2 cm
MaterialGrünes Waldglas / ofengeformt, gestempelt
InventarnummerGM/SI/228/22
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
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Glasmacherhaus Neuglobsow CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Glasmacherhaus Neuglobsow

„Zwölf Geschichten vom Glas“ Es war einmal eine Waldglashütte im Örtchen Altglobsow. Es wird grünes Gebrauchsglas gefertigt. Jedoch verknappt das Holz zum Schüren der Schmelzöfen. Es folgt ein Umzug an den Dagowsee. Das ist im Jahr 1779 die Geburtsstunde von „Neu-Globsow“. Über hundert Jahre wird am Ufer des Stechlinsees Glas hergestellt. Noch heute lassen sich Spuren finden. Mit der Ausstellung im alten Haus der Glasmacher begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise. Sie erfahren vom beschwerlichen Alltag der Leute am Stechlinsee, lassen die Kunst des Glasblasens auflodern und erkunden ein fast vergessenes Material: Waldglas.

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