Grab-Keramik "Ewald Steinicke"
Beschreibung
Aufschrift: Links: Hier ruhet in Gott mein lieber Sohn unser guter Bruder Ewald Steinicke *28. Juli 1912 +25. Dezember 1926 Ruhe sanft! Rechts: Die Oder war mein Sterbebette, Und Weihnacht war mein Ende da; Vergebens rief ich; Rettet, rettet, Umsonst, man mich ertrinken sah Der Grabstein des nur 14 Jahre alt gewordenen Ewald Steinicke zeugt von der Kraft und Gefährlichkeit des Grenzflusses Oder. Ob im Sommer bei niedrigem Wasserstand oder im Winter von Eis bedeckt, die Oder behält meist ihre starke Strömung und somit ihre Gefährlichkeit. Das wussten auch die Eltern des Ewald Steinicke, die ihrem im Eis eingebrochenen Sohn nicht mehr helfen konnten. Besonders an diesem Keramik-Grabstein ist seine offensichtliche Zweitverwendung. Bei Fotoarbeiten wurden im scharfen Gegenlicht Buchstaben "unter" der heute lesbaren Aufschrift sichtbar. Die Entzifferung findet momentan statt und wird hier alsbald eingefügt. Wie in anderen Landschaften auch wurden im Oderbruch besonders teure Gegenstände so lange genutzt als möglich. Wo dieser Grabstein produziert und bedruckt wurde ist nicht bekannt.
| Grabmal | |
| HxBxT: 12,8 x 32 x 28 | |
| Keramik | |
| St. 409 | |
| 2025-12-01 13:54:59 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Oderbruch Museum Altranft – Werkstatt für ländliche Kultur ist eine Kulturinstitution für die Regionalentwicklung des Oderbruchs, in der regionalhistorische und gegenwartsbezogene Perspektiven miteinander verknüpft werden. Es investiert in künstlerische und kulturelle Formen der regionalen Selbstbeschreibung (Objekt, Fotografie, Text, Bild, Kunst, Theater) und nutzt dabei die Arbeitsweisen der Landschaftskommunikation.
















