Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC

Beschreibung

Es handelt sich um eine Frontalansicht der Alten Wache auf dem Markt in Prenzlau, wohl von einem unbekannten lokalen Zeichner, einem Dilettanten, worauf die kleinen steifen Figuren und kleinere Abweichungen in der Perspektive deuten. Die sorgfältig wiedergegebene Firmenschrift "Ernst F. Elfreich" über der östlichen Zugangstür des Hauses lässt in diesem einen privaten Auftraggeber und Interessenten an dieser Ansicht vermuten. An der Funktion der Wache besteht kein ausgeprägtes Interesse, der Schwerpunkt liegt insgesamt auf der Architektur. Die eigentliche Zeichnung ist bald nach ihrer Fertigung auf einen säurehaltigen Unterlagekarton aufgezogen und mit zwei Linien gerahmt worden. Re u. in der Zeichnung findet sich eine Datierung "18 A. 52". Die naive aber historisch interessante Zeichnung ist stark beeinträchtigt durch gebräunte Leimspuren, die auf der Vorderseite der Zeichnung hervortreten. Der Unterkarton war ungewöhnlicherweise mit einer Glasscheibe verklebt, dafür hatte man das Papier von hinten über das Glas nach vorn gefaltet und verklebt. Dadurch und durch Temperaturschwankungen und die Hängung an der Wand waren Spannungen im Papier entstanden, die zu zwei großen Einrissen an der Oberkante führten. Das Blatt ist gerahmt in einer einfach Goldleiste. (Abb. 1 Vorderseite) Rückseitig auf dem Rückkarton des Bilderrahmens ist vermerkt "Ins Museum Jh ]Johanna?] Schöner geb. P...[?]rich" (Abb. 2). Es handelt sich um Altbestand des Museums vor 1921 (vgl. Mitteilungen des Uckermärkischen Geschichtsvereins 1921, S. 71, Nr. 996a.) 2022 wurde das Blatt ausgerahmt (Abb. 3 Vorderseite), die Verklebung des Unterkartons mit der Glasscheibe wurde so überhaupt erst sichtbar und die Ursache für die Risse an der Oberkante erkannt. Durch Anfeuchten wurde diese Verklebung gelöst und die Zeichnung ohne Glasscheibe sichtbar. (Abb. 4 Vorderseite) Deutlich wurde auch, wie stark der dem Licht ausgesetzte Unterkarton durch Licht gebräunt ist, am Rand ist ein etwa 1 cm breiter hellerer Rand sichtbar, der durch das übergeklebte Papier abgedeckt war. Der Unterkarton entpuppte sich bereits als sehr porös, einige der Kanten an den Umlegestellen brachen. Weil eine erneute Rahmung in dem historischen Rahmen vorgesehen war, wurden auch die umgelegten Streifen nach hinten gebogen. Wichtigste Maßnahme war, die Risse im Papier durch Hinterklebungen zu sichern und die Zeichnung trocken zu reinigen. (Abb. 5 Rückseite) Abschließend wurde das Blatt wieder gerahmt. Für die dauerhafte Präsentation in der Ausstellung wird eine Glasscheibe mit UV-Schutz für das Blatt empfohlen, denn es handelt sich um ein Unikat.

ObjektartHandzeichnung
MaßeRahmengröße: Höhe 47,4 cm, Breite 54,0 cm; Blattgröße (eigentliche Zeichnung): 26,3 cm, Breite 34,2 cm; Größe des Unterkartons (nach der Restaurierung) Höhe 41,8 cm, Breite 48,6 cm
MaterialBleistift auf braunem Tonpapier, alt aufgezogen auf Unterkarton
InventarnummerV 3330 K2
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
Zum Objekt im Museum Digital
Dominikanerkloster Prenzlau CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Dominikanerkloster Prenzlau

Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Nordostdeutschland. Der gesamte Kreuzgangbereich sowie Teile des ersten Obergeschosses werden museal genutzt, Friedgarten und Refektorium außerdem für Festveranstaltungen und Konzerte. Ein moderner Galerieraum wurde 2011 im angrenzenden ehemaligen Waschhaus eröffnet. Das Kloster hat sich seit der umfassenden Sanierung 1997-1999 zu einem für die Region bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Es vereinigt unter seinem Dach das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum "Kulturarche". Der Besucherservice mit Ladengalerie bietet touristische Informationen und Veranstaltungstickets. Das Museum hat aufgrund seiner weit über 100-jährigen Geschichte - trotz erheblicher Kriegsverluste - einen großen Sammlungsbestand zur Stadt- und Regionalgeschichte. Schwerpunkte bilden die Kloster- und Kirchengeschichte mit sakralen Objekten der Region und herausragenden archäologischen Funden aus dem Kloster Seehausen, die mittelalterliche Stadtentwicklung, das Zunftwesen, die Rolle Prenzlaus als preußische Garnisonsstadt und die mannigfachen Brüche in der Geschichte der Stadt sowie eine kleine Schau zum hier geborenen Maler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Mehrere Sonderausstellungen jährlich und Projekte im Rahmen von "Kulturland Brandenburg" sind mehr als nur eine Ergänzung.

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