Hackert (Umkreis): Skizzenblatt mit Schafen (Vorderseite) und einer Ruine (Rückseite)

Vorderseite Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Rückseite Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC

Beschreibung

Diese Zeichnung ist auf der Vorder- und Rückseite mit Zeichnungen versehen. Stilistisch passen diese beiden Zeichnungen jedoch nicht zu Jakob Philipp Hackert. Es handelt sich auf der Vorderseite um die Darstellung einer Gruppe von fünf beieinanderliegenden und stehenden Schafen in einer Landschaft. Das Studienblatt ist sorgfältig in der Ausführung der Schafe, im Hintergrund flüchtig. Ein wichtiges Indiz ist schon hier, dass Hackert die Lavierung nicht so angewendet hat. Auf der Rückseite ist mit weichem Bleistift die Skizze einer Ruine in parkartiger Landschaft, davor zwei Esel stehend, zu finden - die Zeichnung ist unvollendet, die Strichführung für Hackert zu flüchtig. Die Ruinendarstellung zeigt Nachahmung antiker Elemente wie Gesims tragende Säulen, daneben aber eher barock anmutende Doppelpfeiler. Diese Ruinendarstellung entstand offenbar vor der Nutzung des Blattes für die Darstellung der Schafe, was an der Beschneidung erkennbar ist. Das Blatt ist unbezeichnet. Die Schafdarstellung wurde offenbar als Vorderseite angesehen, denn ein Sammlerstempel "PHX" mit Dreieick und Kreuz sowie Klebesuren alter Montierung finden sich auf der Darstellung der Ruine. Li. u. (von der Tempelruine aus) eine Knickfalte. Schenkung von Dirk Schumann, Berlin, 1997. Literatur: Nicht bei: Claudia Nordhoff, Jakob Philipp Hackert 1737-1807. Verzeichnis seiner Werke, 2 Bände, Berlin 1994.

ObjektartHandzeichnung
Maße19,0 x 23,7 cm
MaterialFeder und Pinsel in braun, laviert, über Bleistift, auf Bütten mit Wasserzeichen "RITTERST [?]"
InventarnummerV 3737 K2
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
Zum Objekt im Museum Digital
Dominikanerkloster Prenzlau CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Dominikanerkloster Prenzlau

Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Nordostdeutschland. Der gesamte Kreuzgangbereich sowie Teile des ersten Obergeschosses werden museal genutzt, Friedgarten und Refektorium außerdem für Festveranstaltungen und Konzerte. Ein moderner Galerieraum wurde 2011 im angrenzenden ehemaligen Waschhaus eröffnet. Das Kloster hat sich seit der umfassenden Sanierung 1997-1999 zu einem für die Region bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Es vereinigt unter seinem Dach das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum "Kulturarche". Der Besucherservice mit Ladengalerie bietet touristische Informationen und Veranstaltungstickets. Das Museum hat aufgrund seiner weit über 100-jährigen Geschichte - trotz erheblicher Kriegsverluste - einen großen Sammlungsbestand zur Stadt- und Regionalgeschichte. Schwerpunkte bilden die Kloster- und Kirchengeschichte mit sakralen Objekten der Region und herausragenden archäologischen Funden aus dem Kloster Seehausen, die mittelalterliche Stadtentwicklung, das Zunftwesen, die Rolle Prenzlaus als preußische Garnisonsstadt und die mannigfachen Brüche in der Geschichte der Stadt sowie eine kleine Schau zum hier geborenen Maler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Mehrere Sonderausstellungen jährlich und Projekte im Rahmen von "Kulturland Brandenburg" sind mehr als nur eine Ergänzung.

Zum Museum

Sammlungen

Graphische Sammlung

Zur Sammlung