Fort, Simeon: Kapitulation von Prenzlau, um 1840
Beschreibung
Dargestellt ist die Gegend nordwestlich und der nördliche Teil der Stadt Prenzlau in einer Panorama-Ansicht aus der Vogelschau. Für diese Darstellungsweise hatte sich der französische Maler Fort, Siméon (Jean Antoine Siméon) Fort (1793 Valence/Drôme- 1861 Paris) einen besonderen Ruf erworben und sich dabei vor allem auf militärische Ereignisse spezialisiert. 1833 erhielt er von der französischen Regierung den Auftrag, die napoleonischen Siege in Szene zu setzen und begann daraufhin eine über ein Jahrzehnt währende Arbeit, bei der Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde entstehen. Dafür reiste er durch Belgien, Deutschland, Italien, Spanien, Korsika und Ägypten. Das Prenzlauer Motiv hängt auch als Gemälde von ihm in Schloss Versailles und wurde druckgraphisch vervielfältigt. Dabei handelt es sich um die Darstellung des französischen Sieges am 28. Oktober 1806 bei Prenzlau, einem Nachfolge-Gefecht nach der Niederlage von Jena-Auerstedt. Die Truppen unter dem Prinzen von Hohenlohe (10-12.000 Mann) flohen über die Elbe nach Norden und wurden hier bei Prenzlau zur Aufgabe gezwungen. Neue historische Erkenntnisse und ein lokaler Wanderweg führen zu den Örtlichkeiten des Geschehens (vgl. Nordkurier vom 3. 4. 2020) Die Darstellung ist bezeichnet li. u. "Peint par Siméon Fort", re. u. "Grave par Chavanne.", Mi. u. "Capitulation de Prentzlow 28 Octobre 1806." Das Blatt hängt in der Dauerausstellung des Museums. Das Blatt wurde 1999 von dem Antiquariat Norbert Haas, in Bedburg-Hau, erworben. Literatur: Iris Berndt, Märkische Ansichten. Die Provinz Brandenburg im Bild der Druckgraphik, Berlin 2007, Nr. 1623
| Druckgrafik | |
| Blattgröße: Höhe 20,6 cm, Breite 30,1 cm; Bildgröße Höhe 14,9 cm, Breite 23,3 cm | |
| Kupferstich auf Velin | |
| V 3782 K2 | |
| 2025-02-05 21:23:49 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Nordostdeutschland. Der gesamte Kreuzgangbereich sowie Teile des ersten Obergeschosses werden museal genutzt, Friedgarten und Refektorium außerdem für Festveranstaltungen und Konzerte. Ein moderner Galerieraum wurde 2011 im angrenzenden ehemaligen Waschhaus eröffnet. Das Kloster hat sich seit der umfassenden Sanierung 1997-1999 zu einem für die Region bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Es vereinigt unter seinem Dach das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum "Kulturarche". Der Besucherservice mit Ladengalerie bietet touristische Informationen und Veranstaltungstickets. Das Museum hat aufgrund seiner weit über 100-jährigen Geschichte - trotz erheblicher Kriegsverluste - einen großen Sammlungsbestand zur Stadt- und Regionalgeschichte. Schwerpunkte bilden die Kloster- und Kirchengeschichte mit sakralen Objekten der Region und herausragenden archäologischen Funden aus dem Kloster Seehausen, die mittelalterliche Stadtentwicklung, das Zunftwesen, die Rolle Prenzlaus als preußische Garnisonsstadt und die mannigfachen Brüche in der Geschichte der Stadt sowie eine kleine Schau zum hier geborenen Maler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Mehrere Sonderausstellungen jährlich und Projekte im Rahmen von "Kulturland Brandenburg" sind mehr als nur eine Ergänzung.

