Erinnerungsblatt an das 100jährige Jubiläum der Berliner Bürger-Schützengilde

Bürger-Schützengilde Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC
Thomas Voßbeck, 2022 CC BY-NC

Beschreibung

Das großformatige und aufwendige Blatt ist durchaus häufiger erhalten (SMPK Lippersheidesche Kostümbibliothek, Kreismuseum Bitterfeld), man wird eine hohe Auflage, wie sie mit der Lithographie inzwischen nahezu unbegrenzt möglich war, und eine Verteilung bei allen beteiligten Schützen-Vereinen vermuten dürfen. Es ist eine Ereignisdarstellung von hohem kulturhistorischen Aussagewert. Gewürdigt wird die hundertjährige Jubelfeier der Berliner Schützengilde am 20., 21., 22. und 23. Juli 1847. Hier die Beschreibung aus dem Kreismuseum Bitterfeld: "In der Hauptansicht überreicht König Friedrich Wilhelm IV. dem Schützenkönig, dem Maler Martin aus Strehlen und seinen beiden Rittern, dem Brauereibesitzer L. Schmidt aus Burg und dem Hofkupferschmiedmeister Luffsmann aus Neustrelitz, die Ehrenmedaillen. Weitere Schützen, teils mit Fahnen unterschiedlicher Gilden, umgeben den König, um die Übergabe zu beobachten. Die Heimatstädte der anwesenden Schützen werden auf den Schriftrollen in den Rundungen des ovalen Bildes aufgeführt. Über dem Hauptmotiv, am oberen Rand entlanglaufend, vier kleinere Bildmotive, am unteren Rand drei kleinere Bildmotive; jeweils unterschiedliche historische Szenen, sogenannte Genrebilder, militärischer Charakter abbildend. Auf der oberen Bildleiste sind außen zwei Ansichten des 1795 erbauten Schützenhauses an der Linienstraße wiedergegeben, dazwischen die Darstellung der Fahnenhalle und die Szene die Fahnenweihe. Unten sind außen der Festsaal und der Schießsaal abgebildet. Den Mittelteil füllt die Wiedergabe des Einzugs der Schützen in die Stadt. Der Festzug befindet sich gerade auf dem Belle-Alliance-Platz und begibt sich in die Friedrichstraße." Das Blatt ist bezeichnet li. u. "Nach d. Natur gez. u. lith. v. L. Elsholz.", re. u. "Druck des lith. Atel. v. Th. Boesche d. C. Schmidt", Mi. u. "Erinnerungsblatt an die hundertjährige Jubelfeier der Berliner Bürger-Schützengilde / am 20. 21. 22 und 23ten Juli 1847." - Das Blatt hat einen Riss, ist stark gebräunt, stark verschmutzt und hat unten links Wasserschaden. Es ist gerahmt in einem Rahmen des 20. Jahrhunderts. (s. Abb. 2 Rückseite) Das Blatt gehört zum Altbestand des Prenzlauer Museums. Literatur: Beschrieben und abgebildet auch in: BerlinArchiv herausgegeben von Hans-Werner Klünner und Helmut Börsch-Supan, Berlin 1992.

ObjektartDruckgrafik
MaßeRahmengröße: Höhe 57 cm, Breite 69,2 cm, Rahmeninnenmaße: Höhe 53,8 cm, Breite 66 cm
MaterialLithographie mit Tonplatte auf Velin, koloriert mit Pinsel und Wasserfarben
InventarnummerV 0371 K2
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
Zum Objekt im Museum Digital
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Dominikanerkloster Prenzlau CC BY-NC-SA

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Dominikanerkloster Prenzlau

Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Nordostdeutschland. Der gesamte Kreuzgangbereich sowie Teile des ersten Obergeschosses werden museal genutzt, Friedgarten und Refektorium außerdem für Festveranstaltungen und Konzerte. Ein moderner Galerieraum wurde 2011 im angrenzenden ehemaligen Waschhaus eröffnet. Das Kloster hat sich seit der umfassenden Sanierung 1997-1999 zu einem für die Region bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Es vereinigt unter seinem Dach das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum "Kulturarche". Der Besucherservice mit Ladengalerie bietet touristische Informationen und Veranstaltungstickets. Das Museum hat aufgrund seiner weit über 100-jährigen Geschichte - trotz erheblicher Kriegsverluste - einen großen Sammlungsbestand zur Stadt- und Regionalgeschichte. Schwerpunkte bilden die Kloster- und Kirchengeschichte mit sakralen Objekten der Region und herausragenden archäologischen Funden aus dem Kloster Seehausen, die mittelalterliche Stadtentwicklung, das Zunftwesen, die Rolle Prenzlaus als preußische Garnisonsstadt und die mannigfachen Brüche in der Geschichte der Stadt sowie eine kleine Schau zum hier geborenen Maler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Mehrere Sonderausstellungen jährlich und Projekte im Rahmen von "Kulturland Brandenburg" sind mehr als nur eine Ergänzung.

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