Frank, Gustav: Souvenirblatt von Prenzlau, um 1845
Beschreibung
Das seltene druckgraphische Blatt enthält eine Gesamtansicht der Stadt Prenzlau von Südwesten, umgeben von zwölf Teilansichten. Die Teilansichten zeigen von links nach rechts im Uhrzeigersinn: Marienkirche, Gymnasium, Schützenhaus, Jakobikirche, Lokal des Bürger-Vereins, Synagoge, Töchterschule, Heilig-Geist-Kirche mit Mittelthorturm, Sabinenkirche, Marktplatz mit Rathaus, Nicolaikirche, Ressource. Mit gleich zwei Schulen, dem 1841 errichteteten Gebäude des Gymnasiums und dem 1833 errichteten Bau der Privat-Töchterschule, ist ein Schwerpunkt auf Bildungseinrichtungen neben den sonst üblichen Kirchen, dem Rathaus und den Plätzen der Stadt angedeutet. Es wurden in den Jahren nach den Befreiungskriegen mit außerordentlichem Engagement der Bürgerschaft, zahlreiche Bildungseinrichtungen erweitert und ausgebaut. Die Ressource war übrigens ein Vereinshaus mit einem Garten und befand sich unweit der Wasserpforte. Das Blatt ist in sauberem Zustand, ein Einriss und kleinere Einrisse und Fehlstellen wurden restauratorisch gesichert und ergänzt. Bezeichnet li u. unter der Darstellung "N. d. Nat. gez. u. lith. v. Gustav Frank.", re. u. "Druck des Königl. lith. Instituts zu Berlin." Literatur: Iris Berndt, Märkische Ansichten. Die Provinz Brandenburg im Bild der Druckgraphik 1550-1850, Berlin 2007, Nr. 1728 m. Abb. - Geschichte der Stadt Prenzlau, im Auftrag der Stadt Prenzlau hersg. von Klaus Neitmann und Winfried Schich, Horb am Neckear 2009, S. 196-213.
| Druckgrafik | |
| Blattgröße: Höhe 43 cm, Breite 56,3 cm | |
| Lithographie auf Velin | |
| V 0373 K2 | |
| 2025-03-17 08:14:03 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Museum befindet sich im ehemaligen Dominikanerkloster, einer der besterhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen in Nordostdeutschland. Der gesamte Kreuzgangbereich sowie Teile des ersten Obergeschosses werden museal genutzt, Friedgarten und Refektorium außerdem für Festveranstaltungen und Konzerte. Ein moderner Galerieraum wurde 2011 im angrenzenden ehemaligen Waschhaus eröffnet. Das Kloster hat sich seit der umfassenden Sanierung 1997-1999 zu einem für die Region bedeutenden Kulturstandort entwickelt. Es vereinigt unter seinem Dach das Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und das Veranstaltungszentrum "Kulturarche". Der Besucherservice mit Ladengalerie bietet touristische Informationen und Veranstaltungstickets. Das Museum hat aufgrund seiner weit über 100-jährigen Geschichte - trotz erheblicher Kriegsverluste - einen großen Sammlungsbestand zur Stadt- und Regionalgeschichte. Schwerpunkte bilden die Kloster- und Kirchengeschichte mit sakralen Objekten der Region und herausragenden archäologischen Funden aus dem Kloster Seehausen, die mittelalterliche Stadtentwicklung, das Zunftwesen, die Rolle Prenzlaus als preußische Garnisonsstadt und die mannigfachen Brüche in der Geschichte der Stadt sowie eine kleine Schau zum hier geborenen Maler und Goethefreund Jakob Philipp Hackert. Mehrere Sonderausstellungen jährlich und Projekte im Rahmen von "Kulturland Brandenburg" sind mehr als nur eine Ergänzung.

