O. Brenz an Grunewald, 28.04.1924

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Beschreibung

Absender: Otto Brenz Adressat: Finanzminister (Finanzministerium) Berlin Datierung: 28.04.1924 Ortsbezug: Nächst-Neuendorf / Berlin Personen im Text: Herr Heners und Herr Henecke, Baumschulenbetreiber Friedr. Grunewald Otto Brenz, Landwirt aus Nächst –Neuendorf, hat eine Strafe wegen vorgetäuschter Steuerhinterziehung inklusive Mahngebühren erhalten. Nachdem er seine Schuld zunächst Finanzbeamten gegenüber eingestand, die angeblich mächtig Druck auf ihn ausgeübt haben, dann sein Eingeständnis widerrufen hat, erläutert er in diesem Bittbrief, warum er unschuldig sei und ihn die Strafe an den Rand des wirtschaftlichen Ruins bringe. U.a. seien seine Felder nichts wert, der schlechte Boden sei nicht aufzuwerten, außerdem habe er einen Brand verkraften müssen und habe Frau und Sohn zu versorgen. Auch seien falsche Größen angegeben worden, da er die Nutzflächen nur geschätzt habe, nach Vermessung sei die Fläche kleiner. Angeblich spielten seine Landwirtskollegen, die in der gleichen Straße (Dorfstraße) ihre Anwesen haben, eine Rolle bei dem Vorwurf der Steuerhinterziehung. Da der Text des Briefes Nr, 341 in der oberen Hälfte sehr stark unleserlich war, auch durch die vielen Streichungen, wurden dazu die Aufzeichnungen, denen der eigentliche Brief lag, die auf normalem Papier geschrieben wurden, zur Ergänzung verwendet. Der Baumschulenbesitzer heißt lt. Adressbuch des Kreises Teltow von 1927 Friedrich Grunewald und nicht Grunewaldt, wie Brenz schrieb.

ObjektartGeschäftsbrief
Maßeb 21,8 cm h 27,8 cm
MaterialPapier / Handschrift
Inventarnummer702-340
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
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Heimatmuseum "Alter Krug" Zossen CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Heimatmuseum "Alter Krug" Zossen

Das Heimatmuseum „Alter Krug“ entstand in einer teils dramatischen Rettungsaktion für eines der ältesten Gebäude der Stadt Zossen, die bis Anfang der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurückreicht. Am 17. Oktober 1992 gründete sich der Heimatverein „Alter Krug“ Zossen e.V. und nahm das Schicksal des Gebäudes in seine Hände. Nach der denkmalgerechten Rekonstruktion zu Beginn der neunziger Jahre, konnte der „Alter Krug“ als Heimatmuseum genutzt werden. Am 11. Sept. 1994 beteiligte sich der Heimatverein als Träger des Museums mit dem „Alten Krug“ erstmals am Tag des „Offenen Denkmals“. Später wurde anstelle eines Stallgebäudes ein Wirtschaftsgebäude hinzugefügt. Mit seinen wechselnden Ausstellungen und vielfältigen Veranstaltungen hat sich das Museum zu einer festen Größe im Kulturleben der Stadt entwickelt. Das Museum wird ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern unterhalten und betrieben. Seit 2012 können sich heiratswillige Paare hier auch trauen lassen. Mitglieder des Heimatvereins forschen selbst zur Heimatgeschichte und publizieren ihre Ergebnisse in Büchern, Zeitschriften und im Internet. Von Oktober 2019 bis März 2022 wurde das Gebäude des "Alten Kruges" grundsaniert. Öffnungszeiten: mittwochs 15:00 bis 18:00 Uhr und sonnabends von 14:00 bis 17:00 Uhr.

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