Armin Herrmann CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Der „SKR 551“ ist im besten Sinne des Wortes ein Ghettoblaster, also vor allem ein leistungsstarker Lautsprecher mit bis zu vier externen Tonquellen, sei es ein Mikrofon oder zusätzliche Geräte von Freunden. Anders als bei den zahlreichen Vorläufermodellen werden die Lautsprecher gestalterisch und farblich hervorgehoben und damit in Form und Leistung betont. Die beiden runden Kreise bestimmen ganz klar die Einteilung und Anordnung der Regel- und Anzeigeelemente auf der Frontseite des Gerätes. Visuell auffällig ist speziell bei diesem Gerät aus unserer Sammlung der vom Vorbesitzer eigens angebrachte Drehregler für eine manuelle Aussteuerung der Tonaufnahme auf Kassette. Er befindet sich in dunklem Grün und etwas "zu groß geraten" direkt über dem anschaulichen Diagramm zum Frequenzgang der eingebauten Mikrofone. Das Gerät wurde für Batterie- und Netzbetrieb ausgelegt und besitzt einen Tragegriff, um es bequem in der Hand tragen zu können oder auf der Schulter hochzuhalten. Der ab 1986 im VEB Stern Radio Berlin produzierte „SKR551“ wurde gegenüber den Vorläufermodellen, wie zum Beispiel dem „SKR 500“, der sich ebenfalls in unserer digitalen Sammlung befindet, technisch etwas vereinfacht. An dem Gerät wurde auf die Mitte der 1980er Jahren schnell eingeführten Neuerungen wie die LCD-Weckuhr, die Skalenbeleuchtung, Search-Funktion und eine manuelle Aussteuerung verzichtet sowie die Dipolantenne durch eine einzelne Teleskopantenne ersetzt. Die Rekorder gab es wie bereits üblich in dieser Produktionsserie mit braunen und selteneren grauen Fronten.

Objektart Kassettenrekorder
Maße 485 x 239 x 106 mm
Material Plaste, Metall
Inventarnummer 18
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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