Armin Herrmann CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Die Schuhe wirken ungetragen und laden fast schon zum Anziehen ein. In den 70er Jahren als Pumps entworfen und produziert, ist die komplette Außenseite mit feinen Silberfäden aus Plastik überzogen. Sowohl in den hohen Plateauabsatz aus Holz als auch in die Stoffriemchen wurde der Faden eingenäht, in sichtbaren Linien, die sich überlagern, verwirren und eine rauhe Oberfläche bilden. Wesentlich ist natürlich die Tatsache, dass die Fäden flirrend reflektieren. Für Discobesuche und lange Tanznächte sind sie also wie gemacht und waren dafür beliebt und begehrt. Die Schuhe stammen aus der Produktion des VEB Goldpunkt mit Fabrik und Hauptsitz in Berlin, in der Erich-Weinert-Straße. In den frühen 1950er Jahren fertigte der VEB Schuhfabrik Goldpunkt noch Militärschuhe, dann stellte er auf die Produktion von Herren- und Damenschuhe um und spezialisierte sich ab etwa 1960 auf die Herstellung hochwertiger Damenschuhe. Es waren zu Höchstzeiten fast 1.300 Werktätige beschäftigt, welche eine Jahresproduktion von 1,1 Millionen Paar Schuhen ermöglichten.

ObjektartDDR-Schuhe
MaßeGröße 37
MaterialStoff, Holz, Kunststoff
Inventarnummer44
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:49
Zum Objekt im Museum Digital
Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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