Buchreihe "Spektrum" - Ernst Jandl „Das Öffnen und Schließen des Mundes. Frankfurter Poetik-Vorlesungen“

Dina Boswank CC BY-NC-SA
Dina Boswank CC BY-NC-SA
Dina Boswank CC BY-NC-SA

Beschreibung

In der Ausgabe 223 der Reihe „Spektrum“ aus dem Jahr 1987 finden wir 5 Vorlesungen von Ernst Jandl, die er im Wintersemester 1984/85 an der Goethe-Universität Frankfurt am Main hielt. Die Ausgabe ist eine sogenannte lizenzierte Ausgabe basierend auf der Veröffentlichung der Texte im Verlag „Herrmann Luchterhand“ im Jahr 1985. Zitat Klappentext: „Wie es der Tradition der Veranstaltung entspricht – vor ihm lasen u.a. Ingeborg Bachmann, Martin Walser, Adolf Muschg −, waren es keine germanistischen Fachvorträge, sondern eher Arbeitsberichte aus der Werkstatt des Dichters.“ Auf dem schwarz eingefärbten Papierumschlag des Buches befindet sich eine grafische Collage von Lothar Reher. Ein Mund, losgelöst aus einem Zusammenhang, ohne Gesicht ist vier Mal in einer senkrechten Linie angeordnet. Mit jeweils einem Satz, gesetzt in Schreibmaschinen-Font, wird eine Bewegung der Lippen beschrieben: er ist zu, er ist ganz weit offen und er ist etwas von beiden. Denn wenn es je eine Vorlesung gegeben hat, die so sehr selber Poesie und deren eigentliche Werkform nicht der Text, sondern die Bild-Ton-Wiedergabe ist, dann Jandls »Öffnen und Schließen des Mundes«. Ernst Jandl nimmt seine Erfahrungen aus mehr als dreißig Jahren eigener Arbeit an Gedichten, an Hörspielen und Theaterstücken zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen. Ernst Jandl denkt also über den Autor Ernst Jandl nach. Die Vorlesungen selbst sind nicht Theorie sondern ein weiteres Kunstwerk konkreter Literatur, erfahrbar gemacht aus dem Munde des Autors. Jeder Text der 5 Vorlesungen hat einen Titel, folgendermaßen aufgeführt: Das Öffnen und Schließen des Mundes, Das Röcheln der Mona Lisa, Szenen aus dem wirklichen Leben, Die Humanisten, Aus der Fremde oder Selbstporträt des Schachspielers als trinkende Uhr.

Objektart Buch
Maße LxBxH 14 cm x 10 cm x 2 cm
Material Papier, Pappe
Inventarnummer 60
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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