Amiga Schallplatte „100 Jahre Deutsches Arbeiterlied - Eine Dokumentation“

Armin Herrmann CC BY-NC-SA
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Beschreibung

In formatfüllender serifenloser Schrift läuft der Titel der LP in schwarz über das weiße Cover. Rechtsbündig gesetzt, bestimmt den Randabstand ein Symbol zweier verschlungener roter Hände. Diese Zeichnung, so steht es auf der Innenseite der Hülle, war schon „in den Revolutionsjahren um 1848 … als Symbol für die Einigkeit und Solidarität der Arbeiterklasse auf Flugschriften abgebildet“. Auf der Rückseite der Hülle ist der Text der Internationale in der Handschrift des Komponisten Pierre Degeyter wiedergegeben. Die Internationale ist auch der erste zu hörende Titel auf LP1 / Seite A, gespielt vom Großen Runfunkorchester Berlin. Es folgen viele bekannte, aufwendig inszenierte als auch sehr volkstümliche Titel, wie zum Beispiel ,,Brüder, zur Sonne, zur Freiheit", „Die Moorsoldaten" und, „Der kleine Trompeter". Auf dem Cover und den Innenseiten der Hülle ist mehrfach ein Stempel abgedruckt, „Dienststelle der DVP, Blumberg“, der auf die Herkunft der Schallplatte, also die Bibliothek der Deutschen Volkspolizeit, hinweist. Für die inhaltliche Zusammenstellung der Anthologie in Bezug auf die Auswahl der Lieder und den Texten des beiliegenden 28-seitigen Heftes war Inge Lammel zuständig. Sie hatte 1975 zum Thema Arbeiterlied promoviert und baute das Arbeiterliedarchiv an der Akademie der Künste der DDR auf, welches sie von 1954 bis 1985 auch leitete. Auf der Rückseite finden sich außerdem mehrere Literaturhinweise zu Publikationen von Inge Lammel, auf den Autor Wolfgang Steinitz und auf eine Publikationsreihe mit dem Namen „Das Lied im Kampf geboren“ des VEB Friedrich Hofmeister aus Leipzig. Unter dem Text ist ein weißer Aufkleber mit einem Stempel angebracht, der auf die Herkunft der LP aus der ehemaligen Gewerkschaftsbibliothek des Bandstahlkombinats „Hermann Mattern“ hinweist, zu dem das Eisenhüttenkombinat Ost gehörte.

Objektart Schallplatte
Maße LxB 31,5 cm × 31,5 cm
Material Papier, Pappe, Vinyl
Inventarnummer 64
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR

Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst aus der DDR Die Gegenstände des Alltags verschwinden, je weniger bedeutsam sie erscheinen und je beiläufiger sie gebraucht werden. Den Alltagsobjekten aus der DDR hat sich das Museum Utopie und Alltag am Standort Eisenhüttenstadt verschrieben. Dort sammelt es seit 1993 - zunächst unter dem Namen Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR - Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Dokumente, Plakate und anderes mehr. Die von über 2000 Schenkern gestifteten Objekte der Sammlung bilden so etwas wie ein Sachinventar der DDR-Gesellschaft, das in wechselnden Ausstellung themenzentriert gezeigt und in der Dauerausstellung in den Kontext von Politik und Gesellschaft gestellt wird. Damit die Dinge kein Sammelsurium bilden, wird auf die Kontextualisierung durch Interviews und wissenschaftliche Erschließung der Sammlungen Wert gelegt. Die hier dokumentierten Objekte aus dem Bestand des Hauses zeigen Beispiele von Gebrauchsgegenständen, die in meist großer Verbreitung im Alltag anzutreffen waren.

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