Trachtenhaube aus der Uckermark

Kienzle/Oberhammer CC BY-NC-SA
Kienzle/Oberhammer CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Die auch »Hauben Mütze« genannte Trachtenhaube wurde bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts von verheirateten Frauen in der Uckermark getragen. Die reich verzierten nur zum Kirchgang. Vorliegende Haube besteht aus zwei vermutlich mit Leim verstärkten Vorderkopfstücken aus Leinen, die am Scheitel zusammengenäht sind. Daran angefügt wird ein Hinterkopfstück. Alles ist mit einem chamois-und roséfarbenen Stoff bezogen und einem filigranen, mehrfarbigen Blumenmuster bestickt. Eine goldfarbene Bordüre aus Metallfäden umfasst den äußeren Rand und Hinterkopf. Der Nackenbereich ist mit einem inneliegenden Band zusammengefasst. Die Haube wurde am Hinterkopf angesetzt und umrahmte vorne das Gesicht. Eine eng anliegende Frisur war Voraussetzung für diese Art von Kopfbedeckung. Elise Louise Marie Brée, die vorherige Eigentümerin, arbeitete um die Jahrhundertwende als Modistin und Schneiderin in Angermünde. Getragen wurde die Haube von ihrer Urgroßmutter Ende des 18. Jahrhunderts in Steinhöfel oder Melzow. [ Katrin Harth ]

Objektart Kopfbedeckung
Maße H: 17 x B: 17 x T: 13 cm
Material Seide, Leinen, Karton, Bordüre aus Metallfäden; genäht, gestickt
Inventarnummer MATrachtenhaube 2
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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