Randscherbe eines verzierten Rössener Gefäßes

Bild der Scherbe (Aufsicht) Sophie C. Schmidt CC BY-NC-SA
Bild der Scherbe (Innenansicht) Sophie C. Schmidt CC BY-NC-SA
Bild der Scherbe (Profil) Sophie C. Schmidt CC BY-NC-SA
Bild der Scherbe (Randstiche) Sophie C. Schmidt CC BY-NC-SA

Beschreibung

Die Randscherbe zeigt einen recht kurzen geraden Hals und den sanften Übergang zum Schulterbereich des Gefäßes. Dieser ist mit dem typischen Rössener Doppelstich verziert, die in mindestens zwei versetzten Reihen gestochen wurden. Der versetzte Stich wird z.B. von Gramsch (1960) als Hinweis des Einflusses der Guhrauer Gruppe gewertet. Der Rand ist mit schräg gesetzten Randkerben verziert. Der Ton wurde relativ grob mit zerstoßenem Stein und Schamott gemagert. Vermutlich handelt es sich um die Reste eines Bechers oder Topfes im Stil des frühen bis mittleren Rössen, da der späte Rössener Stil seltener Verzierungen auf der Schulter aufweist. Sehr ähnliche Funde gibt es aus Flemsdorf 6 (MA00400-MA00413). Die Scherbe ist unpubliziert und kann durch das Fehlen der Inventarnummer leider keiner Fundmeldung zugeordnet werden. Lit: Gramsch, Bernhard: Ein neuer Fund von Rössener Keramik in der Uckermark, Märkische Heimat 4, 1960.

Objektart Keramikscherbe
Maße 40mm x 20mm x 8mm
Material Keramik
Inventarnummer MA00446
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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