Sichel aus Dobberzin

Sichel Seite 2 Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Sichel Seite 2 Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Sichel Aufsicht Konrad von Fournier CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das Bruchstück einer Sichel aus Dobberzin, Gem. Angermünde, Fdpl. 23 zeigt eine weißliche Verfärbung und Craquelierung, die auf einen intensiven Brand des Objekts zurückzuführen ist. Ursprünglich handelte es sich um ein flächig retuschiertes Werkzeug zum Schneiden verschiedener Gräser. Anders als frühere Sicheln im beginnenden Neolithikum (Jungsteinzeit), wurde dieses Gerät nicht in eine hölzerne Schäftung eingesetzt (einzelne Klingen in einer Holzfassung), sondern ist als Sichel konzipiert. Diese Form der Sichel kann mit dem entwickelten Neolithikum und so mit den frühen Bauern in der Region Uckermark in Verbindung gebracht werden. Schneidwerkzeuge dieser Art wurden allerdings auch noch in der Frühbronzezeit eigesetzt und erst langsam durch den neuen Werkstoff Bronze verdrängt (Hahn 1993, 222 ff.). Literatur J. Hahn, Erkennen und Bestimmen von Stein- und Knochenartefakten. Einführung in die Artefaktmorphologie (Tübingen 1993).

Objektart Sichel
Maße 34x23x7
Material Flint/Silex
Inventarnummer MA00524
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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