Flachhaue/flacher Dechsel aus dem Mus. Angermünde

Beil Aufsicht Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil linke Seite (Aufsicht) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil Unterseite Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil rechte Seite (Aufsicht) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA

Beschreibung

Bei dem hier gezeigten Objekt handelt es sich um eine Flachhaue/einen flachen Dechsel aus dem Altbestand des Museums Angermünde aus der Zeit vor 1945; als Herkunftsort ist „Pommern“ angegeben. Bei diesen Werkzeugen handelt es sich um eine frühe geschliffene Beilform, die vor allem zur Holzbearbeitung genutzt wurde. In Süd- und Westdeutschland erscheinen die als quergeschäfteten Dechselklingen genutzten Objekte im Kontext der Linearbandkeramik, Stichbandkeramik und der Rössener-Kultur. An der norddeutschen Ostseeküste sind sie u.a. aus Siedlungen der Ertebølle-Kultur und somit aus dem Kontext der späten Jäger und Sammler bekannt (Klassen 2004, 55-56). In welchen der Bereiche sie in der Herkunftsregion fallen, ist u.a. aufgrund der ungeklärten Provenienz im Augenblick nicht nachzuvollziehen. L. Klassen, Jade und Kupfer. Untersuchungen zum Neolithisierungsprozess im westlichen Ostseeraum unter besonderer Berücksichtigung der kulturellen Entwicklung Europas 5500-3500 BC (Moesgård 2004).

Objektart Flacher Dechsel
Maße 87x48x21
Material Felsgestein
Inventarnummer MA00534
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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