Trapez-Mikrolith aus Schönermark

Trapez Aufsicht (dorsal) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Trapez Unterseite (ventral) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Trapez Detail Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Trapez Detail Konrad von Fournier CC BY-NC-SA

Beschreibung

Von dem Fundplatz Schönermark, Gem. Schwedt/Oder, Fdpl. 8 stammt ein Mikrolith (Trapez) aus der Grabung von 1964. Eine Verbindung zu den ebenfalls gefundenen schnurkeramischen Scherben ist nicht gänzlich ausgeschlossen (siehe hierzu MA 00476). Die ausladende Form der Seitenkanten spricht jedoch eher für eine Verbindung mit den späten Jägern und Sammlern des ausgehenden Mesolithikums (Mittelsteinzeit). Schmalere Formen sind hingegen oft in frühen bäuerlichen Kulturen im beginnenden Neolithikum (Jungsteinzeit) zu finden (Heinen 2012, 610, 614, 616). Trapezmikrolithen (auch „Querschneider“) werden aus den Medialstücken (Mittelbereichen) möglichst symmetrisch geschlagener Klingen hergestellt. Von unbearbeiteten Medialstücken lassen sie sich durch die Retuschen auf den Bruchkanten unterscheiden. Das hier abgebildete Stück besitzt folgende Eigenschaften: IV/1940.13 (links): L: 14 mm, B: 12 mm, D: 3 mm, Gew: 0,56 g; Typ: Symmetrisches Trapez aus regelmäßiger Klinge (F022). Literatur M. Heinen, Mikrolithen. In: H. Floss (Hrsg.), Steinartefakte. Vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit, 2012/2013, 599-620.

Objektart Trapez-Mikrolithen
Maße 14x12x3
Material Flint/Silex
Inventarnummer MA00584
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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