Amazonenaxt aus Passow

Beil Aufsicht Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil linke Seite (Aufsicht) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil Unterseite Konrad von Fournier CC BY-NC-SA
Beil rechte Seite (Aufsicht) Konrad von Fournier CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das hier gezeigte Objekt ist ein Bruchstück einer sog. „Amazonenaxt“ aus Passow, Gem. Schwedt/Oder, Fdpl. 5. Die Axt ist auf allen Seiten geschliffen und sorgfältig poliert. Die Bohrung erfolgte von einer Seite und ist konisch. Amazonenäxte sind ein fachlicher Überbegriff für doppelschneidige Äxte. Er ist aus dem Mittelmeerraum entlehnt, wo vergleichbare Geräte in der frühen Bronzezeit in Benutzung kommen und später in antiken Schriftquellen überliefert werden. Die nordeuropäischen Äxte sind in ihrer Formgebung vermutlich den bronzenen Vorbildern entlehnt und dadurch ein weit entfernter Widerhall der beginnenden Metallzeiten. Im norddeutschen Neolithikum (Jungsteinzeit) gelten sie als Leitformen verschiedener Kulturen (Trichterbecher-, Walterninburg- oder Bernburger-Kultur; Raetzel-Fabian 1983, 32). E. Kirsch verortet das hier vorgestellte Stück in der Havelländischen-Kultur (Kirsch 1993, 52, Taf. 43.204) und damit in das mittlere Neolithikum Brandenburgs. Es ist somit ein gutes Beispiel für die handwerklichen Fähigkeiten und die überregionale Vernetzung der frühen Bauern in der Region Uckermark. Literatur E. Kirsch, Funde des Mittelneolithikums im Land Brandenburg, Katalog (Potsdam 1993). D. Raetzel-Fabian (Hrsg.), Göttinger Typentafeln zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas (Göttingen 1983). Baalberger Kultur https://www.brandenburgikon.net/index.php/de/sachlexikon/baalberger-kultur

Objektart Amazonenaxt
Maße 76x36x62
Material Felsgestein/Granit
Inventarnummer MA00598
Stand der Infomationen 2023-10-05 23:55:05
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Museum Angermünde CC BY-NC-SA

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Museum Angermünde

1913 entstand als Gründung des „Vereins für Heimatkunde Angermünde“ ein Heimatmuseum. Neben Spenden von den Handwerkerinnungen und Kirchengemeinden bilden von Beginn an archäologische Funde aus dem gesamten Gebiet des Altkreises Angermünde einen Sammlungsschwerpunkt. Seit 2005 ist das Heimatmuseum mit dem 1974 entstandenen Literaturmuseum „Ehm Welk“ vereint. Der vor allem durch seinen Roman „Die Heiden von Kummerow“ bekannte Schriftsteller wurde 1884 im Angermünder Ortsteil Biesenbrow geboren und starb 1966 in Bad Doberan. In der neuen Ausstellung des Museums am neuen Standort im Stadtzentrum von Angermünde liefern Zitate und Bilder aus den Werken von Ehm Welk den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Themen. Neben den umfangreichen heimatkundlichen und archäologischen Sammlungen verfügt das Museum über eine wertvolle Regionalbibliothek, Nachlässe des Bildhauers Albert Manthe und anderer Künstler, ein Bildarchiv, Karten und Pläne.

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