CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Der ovale Mehlsackanhänger ist blau umrandet. Blau ist mit Rot die dominierenden Farben des Anhängers. In der unteren Rundung steht die Produktionsstätte „Holsatia-Mühle G.M.B.H.“ und in der oberen Rundung findet sich die Produktangabe „Weizenmehl Type 405“. Zudem hatte das Mehl den Namen „Condor“. In der Mitte findet sich ein blau-gedruckter Kondor mit ausgebreiteten Flügeln vor einem roten Kreis, der als Sonne gedeutet werden kann. Der Kondor steht auf einem Wappen, dessen eine Hälfte die blauen Löwen von Schleswig zeigt. Auf der anderen Seite ist jedoch nicht die holsteinische Nessel. Rechts und links des Wappens steht der Spruch „Up ewig ungedeelt“, der bis heute gültige Wahlspruch Schleswig-Holsteins. Auf der Rückseite findet sich in blauer Farbe gedruckt die Ansicht der Industriemühle. Die erste Wassermühle an diesem Standort war eine 1690 errichtete Bork- und Lohmühle. 1770 kam eine Ölmühle als Nebenerwerb hinzu. Im 19. Jahrundert erfolgten mehrere Besitzerwechsel. Die erst große Industriemühle mit Turbinenantrieb entstand als 8-stöckiges Gebäude mit 60 Mahlgängen 1864. Nach einem Brand die Mühle 1874 größer wieder aufgebaut. Der Name „Holsatia-Mühle“ kam erstmals 1914 auf. Nach einem Konkurs in dieser Zeit wurde die Mühle unter der Bezeichnung „Holsatia-Mühle GmbH“ betrieben. 1932/33 entstand ein neuer Silobau. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Mühle zerstört und nicht wieder aufgebaut. Stattdessen erfolgte im alten Getreidespeicher die Einrichtung einer neuen Mühle, die 1952 von Kampffmeyer-Mühlen übernommen wurde. Der Betrieb endete 1993. Trotz Denkmalschutz wurde die Mühle 2008 abgerissen und das ehemalige Getreidesilo zu Wohnungen umgebaut.

Objektart Mehlsackanhänger
Maße 8,80 x 6,00 cm
Material Pappe
Inventarnummer 5 SAH/O 001
Stand der Infomationen 2025-02-05 21:23:48
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Historische Mühle von Sanssouci CC BY-NC-SA

Dieses Objekt im Museum

Historische Mühle von Sanssouci

Historische Mühle von Sanssouci und Mühlen-Archiv Die Historische Mühle von Sanssouci ist ein produzierendes technisches Museum und gehört zur UNESCO-Welterbestätte der Schlösser und Parks von Potsdam. Der Windmühlenstandort geht bis auf das Jahr 1738 zurück, als eine erste Mühle in Betrieb genommen wurde. Sie diente, wie die ihr nachfolgende, zwischen 1787-91 gebaute Galerieholländerwindmühle als Getreidemühle. Der Mahlbetrieb endete 1858 und bereits 1861 wurde die Mühle zum Denkmal erklärt. Die Holländerwindmühle brannte in den letzten Kriegstagen 1945 aus und wurde zwischen 1983-93 mit dem Ziel einer musealen Nutzung neu errichtet. In den unteren Böden im gemauerten Turm der Windmühle befindet sich die Dauerausstellung, die sich u. a. mit der Geschichte der Windmühlen im 18. und 19. Jahrhundert und der Geschichte der Historischen Mühle beschäftigt. Die Böden im darüber liegenden hölzernen Achtkant dienen der Getreideverarbeitung mittels Mühlentechnik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Historische Mühle wird gemeinsam mit dem Mühlen-Archiv von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. betrieben. Das Mühlen-Archiv pflegt das in den 1990er Jahren entstandene Standortverzeichnis aller vorhandenen Mühlenstandorte Berlin-Brandenburgs und darüber hinaus. Es bewahrt Bildmaterial, Schriftgut und Objekte zu allen mühlenbezogenen Themen.

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Typologisierung des Mehls nach der Ascheskala von Karl Mohs

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