König Friedrich-August-Mühlenwerke
Beschreibung
Die Farbe Blau dominiert den Mehlsackanhänger. Oben ist schräg auf blauen Untergrund das Produkt vermerkt „Roggenmehl“ in einem Kreis ist die Type mit 1790 zu lesen. Darunter ist mit 85 die Mahlpost Nummer eingestempelt. Im unteren Viertel findet sich die Produktionsstätte „König Friedrich-August-Mühlenwerke A.-G. Dölzschen Dresden“. Seit 1844 war die damalige Neumühle im Besitz der Familie Braune. Nachdem 1903 die Neumühle mit der Garnisonmühle, deren Ursprünge im 18. Jahrhundert lagen, vereinigt wurde, firmierte sie unter dem Namen König Friedrich-August-Mühle, später als König Friedrich-August-Mühlenwerke Aktiengesellschaft. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde beständig gebaut und erweitert. Dabei hat der Dresdener Architekt und Baurat Hermann Viehweger ab 1918 den anspruchsvollsten Teil mit Treppenhaus und Hallengebäude entworfen. Zeitgleich entstand noch ein Silo an der Weizenmühle durch die Mühlenbauanstalt SECK Dresden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mühle 1951 enteignet und von dem Konsum-Backwarenbetrieb genutzt. Bis zum Ende der DDR war der Betrieb als Betriebsteil Heidenschanze dem VEB Getreidewirtschaft Dresden angeschlossen. Nach der Wende wurde die Produktion eingestellt. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz.
Mehlsackanhänger | |
8,50 x 5,30 cm | |
Pappe | |
5 SAH/O 001 | |
2025-02-05 21:23:48 | |
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Dieses Objekt im Museum
Historische Mühle von Sanssouci und Mühlen-Archiv Die Historische Mühle von Sanssouci ist ein produzierendes technisches Museum und gehört zur UNESCO-Welterbestätte der Schlösser und Parks von Potsdam. Der Windmühlenstandort geht bis auf das Jahr 1738 zurück, als eine erste Mühle in Betrieb genommen wurde. Sie diente, wie die ihr nachfolgende, zwischen 1787-91 gebaute Galerieholländerwindmühle als Getreidemühle. Der Mahlbetrieb endete 1858 und bereits 1861 wurde die Mühle zum Denkmal erklärt. Die Holländerwindmühle brannte in den letzten Kriegstagen 1945 aus und wurde zwischen 1983-93 mit dem Ziel einer musealen Nutzung neu errichtet. In den unteren Böden im gemauerten Turm der Windmühle befindet sich die Dauerausstellung, die sich u. a. mit der Geschichte der Windmühlen im 18. und 19. Jahrhundert und der Geschichte der Historischen Mühle beschäftigt. Die Böden im darüber liegenden hölzernen Achtkant dienen der Getreideverarbeitung mittels Mühlentechnik des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Historische Mühle wird gemeinsam mit dem Mühlen-Archiv von der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. betrieben. Das Mühlen-Archiv pflegt das in den 1990er Jahren entstandene Standortverzeichnis aller vorhandenen Mühlenstandorte Berlin-Brandenburgs und darüber hinaus. Es bewahrt Bildmaterial, Schriftgut und Objekte zu allen mühlenbezogenen Themen.