Kollektion sorbischer Ostereier von Friederike Zobel
Beschreibung
Die Kollektion besteht aus drei ausgeblasenen Hühnereiern, die in der sorbischen Wachsbatiktechnik verziert wurden. Alle drei Muster sind in zwei symmetrische Hälften eingeteilt, wobei die Symmetrieachse entlang eines Meridians verläuft. Die breiten, kunstvollen Bänder, die die Symmetrieachse markieren und die großen blumen- bzw. sternartigen kreisförmigen Muster in der Mitte der jeweiligen Eihälfte sind typisch für die Künstlerin. Auffällig sind ebenso die recht großen Farbflächen insbesondere auf dem Ei 2645, die durch ein großflächiges "Abdecken" des Musters mit Bienenwachs entstehen.
Sorbisches Osterei | |
6 cm | |
Wachsbatiktechnik | |
2643, 2644, 2645 | |
2025-02-05 21:23:48 | |
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Einordnung
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Dieses Objekt im Museum
Im Jahr 1982 legte der Ethnologe und Volkskünstler Dr. Lotar Balke (1928-2008) den Grundstein für die Sorbische Webstube in der ehemaligen Straße der Freundschaft 17 (heute Hauptstraße) in Drebkau. Jetzt befindet sich das Museum Am Markt 10. Durch den im Jahr 2001 gegründeten Förderverein „Museum Sorbische Webstube Drebkau e.V.“ war es möglich, das Erbe Dr. Balkes zu pflegen und zu erweitern. Dr. Balke begann in den 50er Jahren mit seiner Sammlertätigkeit. Sein Ziel war es, traditionelles Motivgut zu bewahren. Die Ausstellungsbereiche umfassen die historische Flachsbearbeitung, Möbel, Einrichtungsgegenstände, Zeugnisse der Kultur und Lebensweise bäuerlicher und kleinbürgerlicher Schichten, regionale sorbische/wendische Trachten, geschichtliche Dokumente über das Drebkauer Handwerk sowie die älteste Sammlung verzierter Ostereier in sorbischen/wendischen Techniken. Zur Ostereier-Kollektion gehören insgesamt 3.500 Exponate aus über 50 Ländern. Neben den sorbischen und slawischen Herkunftsgebieten sind Exemplare u.a. aus Ungarn, Mexiko, USA, Australien, Libanon, Südafrika und China zu bewundern. Zur traditionellen Osterausstellung werden jährlich 2.500 Eier präsentiert. Das älteste Ei der Sammlung ist ein tschechisches Gänseei aus dem Jahr 1896.