Vivatglas auf Sachsen mit Darstellung eines Reiters

Verena Wasmuth CC BY-NC-SA
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Beschreibung

Großer Becher aus dickwandigem, farblosem Glas, leicht manganstichig, Abriss am Boden, die Wandung trägt auf der Schauseite ein mattgeschnittenes Oval mit Darstellung eines Reiters auf einem springenden Pferd, in der rechten Hand einen erhobenen Säbel, auf einem Landschaftssockel zwischen großen Blumenstauden. Die Gegenseite trägt ebenfalls ein Oval, das mit der Inschrift versehen wurde: Gott las blien undt, / wachsen das gantze / hauss sachsen. Der Spruch verweist auf die Herkunft dieses schweren Glases aus einer sächsischen Glashütte. Es dürfte in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts datieren. Der vergleichsweise derbe Dekor spricht dafür, dass es zu den bereits seit 1698 als "Landgläser" bezeichneten – aus einer dezentralen Hütte stammenden – zählt. Gegenüber den Erzeugnissen der kurfürstlich-königlichen Dresdner Glashütte wiesen diese eine einfachere Qualität auf. Sehr wahrscheinlich gehörte das Vivatglas einst einem Mitglied eines kursächsischen Regiments, aus dem auf das Wohlergehen Sachsens getrunken wurde. Der Becher gelangte 1991 als Ankauf aus dem Berliner Kunsthandel in den Museumsbestand. [Verena Wasmuth]

Objektart Glasbecher
Maße H. 12,5 cm; Dm. Boden 8 cm; Dm. Mündung 11 cm; Wandungsstärke 0,55 cm
Material Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschnitten
Inventarnummer IV/6897
Stand der Infomationen 2025-02-05 21:23:48
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Regionalmuseum Oranienburg CC BY-NC-SA

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ReMO - Regionalmuseum Oberhavel

Das Museum Die Geschichte des Museums reicht bis in das Jahr 1932 zurück. Der Werdegang war geprägt von Persönlichkeiten mit Visionen, dem Zweiten Weltkrieg, mehrmaligen Umzügen und strukturellen Umbrüchen. Gegründet zunächst als "Heimat- und Binnenschifffahrtsmuseum Oranienburg" im Oranienburger Waisenhaus, präsentiert das Museum schon seit dem Jahr 2001 auf drei Etagen im Südflügel des Oranienburger Schlosses seine Dauerausstellung. Nach Umbau der Ausstellungsfläche und Neukonzeption der Dauerausstellung zeigt es nun unter dem Namen "ReMO - Regionalmuseum Oberhavel" seit 2021 seine vollkommen neue Dauerausstellung "Geschichte(n) entlang der Havel". Die Ausstellungen Auf einem Rundgang können Besuchende eine Zeitreise erleben - von von der Gegenwart bis in die Eiszeit. Dabei kann die Geschichte des Landkreises mit allen Sinnen erkundet werden. Interaktive Elemente wie digitale Entdeckerstationen, Klappen, Schübe, ein Hörbuch und Spiele machen den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis. So wandeln die Besuchenden auf den Spuren von Friedrich dem Großen, experimentieren im Labor von Friedlieb Ferdinand Runge oder reisen anhand authentischer Zeitzeugenberichte in die Zeit der deutschen Wiedervereinigung. Immer mit dabei: Mausfried von der Havel. Das knuddelige Maskottchen und offizieller Botschafter des ReMO begleitet Kinder durch die umfangreiche Ausstellung. Begleitend dazu präsentiert das ReMO - Regionalmuseum Oberhavel regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu regionalen Themen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Kunst- und Kulturschaffenden ist dabei einer der Schwerpunkte. Das mobile Museum "ReMObil" Das Team vom "ReMObil" bietet spannende Projekte und Workshops für Kita, Schule, Hort - aber auch für Seniorinnen und Senioren an. Ab einer Gruppengröße von 10 Personen kann es losgehen. Museumsmaskottchen Mausfried ist natürlich auch immer mit dabei. So bringt das Museumsteam alle Materialien mit in die Einrichtungen, um aktiv die Regionalgeschichte zu entdecken. Dabei reisen die Kinder in die Steinzeit, entdecken die Entwicklung der Schrift, lernen den Beruf "König" kennen oder wandern durch eine mittelalterliche Stadt. Veranstaltungen im ReMO Verschiedene museumspädagogischen Angebote und regelmäßige Sonderveranstaltungen runden das Angebot ab. Besonders beliebt ist die Lesereihe "LiteraturFieber in Oberhavel" bei der namhafte Autorinnen und Autoren ihre Werke dem ReMO-Publikum vorstellen.

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