Plattflasche mit jagdlichem Schnittdekor
Beschreibung
Runde Flasche, beidseitig abgeflacht, aus farblosem Glas in einer Messingmontierung rund um die Schmalseiten, Verschluss in Form einer kleinen Tasse mit Henkel ebenfalls aus Messing. Zum Transport wurde eine lange, grüne Kordel in dafür vorgesehene Ringe an der Außenmontierung gefädelt. Die Breitseiten der Flasche sind jeweils mit einem mattgeschnittenen Dekor versehen: Die Schauseite zeigt eine Landschaftsszene mit einem Jäger mit Flinte und Hut, der auf einen nach links davonlaufenden Hasen anlegt, sein Hund verfolgt den Hasen. Ein im unteren Register der Darstellung eingearbeitetes Schild bleibt ohne Inschrift. Die Gegenseite ist mit einem großen Kranz aus Lorbeerzweigen dekoriert, der zur Aufnahme einer geschnittenen Widmung gedacht war und ebenfalls leer blieb. Gegenüber der Mündung ist ein Etikett des Kreismuseums Oranienburg mit der Inventarnummer "IV/3858" aufgeklebt. Die Plattflasche gelangte in den 1930er Jahren als Geschenk einer "Frau Oberförster Ziehe", wohnhaft in der Oranienburger Kantstraße, in den Museumsbestand. Gut vorstellbar, dass ein Förster mit einer solchen umzuhängenden Flasche für Schnaps oder Branntwein auf die Jagd ging. Der Deckel mit dem kleinen Henkel konnte praktischerweise als Becher verwendet werden. Es dürfte sich dabei um ein schlesisches oder böhmisches Erzeugnis aus der Zeit um 1900 handeln, das gleich zwei Felder zur Personalisierung anbot, die hier nicht genutzt wurden. [Verena Wasmuth]
Glasflasche | |
H. 17,6 cm; Dm. 13,1 cm; T. 3,1–3,6 cm; H. Deckel 3,5 cm; Dm. Deckel 2,8 cm; Dm. Deckel mit Henkel 4,2 cm | |
Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschnitten; Messing / getrieben; Textilkordel | |
IV/3858 | |
2025-02-05 21:23:48 | |
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Dieses Objekt im Museum
Das Museum Die Geschichte des Museums reicht bis in das Jahr 1932 zurück. Der Werdegang war geprägt von Persönlichkeiten mit Visionen, dem Zweiten Weltkrieg, mehrmaligen Umzügen und strukturellen Umbrüchen. Gegründet zunächst als "Heimat- und Binnenschifffahrtsmuseum Oranienburg" im Oranienburger Waisenhaus, präsentiert das Museum schon seit dem Jahr 2001 auf drei Etagen im Südflügel des Oranienburger Schlosses seine Dauerausstellung. Nach Umbau der Ausstellungsfläche und Neukonzeption der Dauerausstellung zeigt es nun unter dem Namen "ReMO - Regionalmuseum Oberhavel" seit 2021 seine vollkommen neue Dauerausstellung "Geschichte(n) entlang der Havel". Die Ausstellungen Auf einem Rundgang können Besuchende eine Zeitreise erleben - von von der Gegenwart bis in die Eiszeit. Dabei kann die Geschichte des Landkreises mit allen Sinnen erkundet werden. Interaktive Elemente wie digitale Entdeckerstationen, Klappen, Schübe, ein Hörbuch und Spiele machen den Museumsbesuch zu einem spannenden Erlebnis. So wandeln die Besuchenden auf den Spuren von Friedrich dem Großen, experimentieren im Labor von Friedlieb Ferdinand Runge oder reisen anhand authentischer Zeitzeugenberichte in die Zeit der deutschen Wiedervereinigung. Immer mit dabei: Mausfried von der Havel. Das knuddelige Maskottchen und offizieller Botschafter des ReMO begleitet Kinder durch die umfangreiche Ausstellung. Begleitend dazu präsentiert das ReMO - Regionalmuseum Oberhavel regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu regionalen Themen. Die Zusammenarbeit mit regionalen Kunst- und Kulturschaffenden ist dabei einer der Schwerpunkte. Das mobile Museum "ReMObil" Das Team vom "ReMObil" bietet spannende Projekte und Workshops für Kita, Schule, Hort - aber auch für Seniorinnen und Senioren an. Ab einer Gruppengröße von 10 Personen kann es losgehen. Museumsmaskottchen Mausfried ist natürlich auch immer mit dabei. So bringt das Museumsteam alle Materialien mit in die Einrichtungen, um aktiv die Regionalgeschichte zu entdecken. Dabei reisen die Kinder in die Steinzeit, entdecken die Entwicklung der Schrift, lernen den Beruf "König" kennen oder wandern durch eine mittelalterliche Stadt. Veranstaltungen im ReMO Verschiedene museumspädagogischen Angebote und regelmäßige Sonderveranstaltungen runden das Angebot ab. Besonders beliebt ist die Lesereihe "LiteraturFieber in Oberhavel" bei der namhafte Autorinnen und Autoren ihre Werke dem ReMO-Publikum vorstellen.