Kugelflasche aus der Familie Fontane, Apothekenglas

Kugelflasche aus der Fontane-Apotheke in Neuruppin, um 1800, Sammlung Lachmann, Objekt des Jahres 2019 im Museum Baruther Glashütte Georg Goes CC BY-NC-SA

Beschreibung

Die dunkelgrün-braune Kugelflasche stammt aus dem Apotheker-Haushalt Fontane in Neuruppin. Sie ist Teil der Glassammlung von Siegfried Lachmann. Die Flasche ist formgeblasen mit dem Mund/manuell. Am Flaschenhals ist ein Glasfaden als Mündungsschutz umgelegt. Als Sohn eines Apothekers war Theodor Fontane mit dem Material Glas vertraut. In der väterlichen Apotheke gab es viele Glasbehälter, die Arzneien und Mixturen für die Bereitung von Medikamenten aufnahmen. Auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg ist Herr T. aus N. nie nach Baruth gekommen. Er berichtete über das nahe gelegene Kloster Zinna, aber nicht über die Solms’sche Glasfabrik, die im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte und weltweit ihre Gläser absetzte. Dennoch gibt es Passagen in Briefen und in Romanen Fontanes, in denen er das Glashüttenwesen, das in Brandenburg auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, beschreibt. In angemeldeten Führungen durch das Museum und das Museumsdorf wird „Fontane und Glas“ im Jahr 2019 anregend mit kurzen Lesungen und wissenswerten Bezügen vermittelt. Die Themenführung durch das Museum dauert, inkl. der praktischen Vorführung im Glasstudio, 70 Minuten. Eine Ortsführung dauert 60 Minuten.

ObjektartKugelflasche
Maßeca. 45 cm hoch
MaterialGlas, mundgeblasen, formgeblasen
InventarnummerLe-18-04-Lachmann
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Museum Baruther Glashütte CC BY-NC-SA

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Museum Baruther Glashütte

Das Museum Baruther Glashütte ist spezialisiert auf Glas- und Technikgeschichte. Es ist ein authentischer Standort der Industriekultur in der Werkssiedlung Baruther Glashütte, die seit 1716 entstanden ist. Die Museumsgebäude „Neue Hütte“ (Bj. 1861), Dampfschleiferei (Bj. 1894) und „Haus am Hüttenbahnhof“ (Bj. 1875) sind Einzeldenkmale und Teil eines Ensembles aus über 30 Gebäuden, die selbst als Exponate zu werten sind. Das Museum ist Mit-Initiator einer Initiative, die 2023 erfolgreich der manuellen Glasfertigung von mundgeblasenem Hohl- und Flachglas den UNESCO-Status des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit verschafft hat und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen zu Themen der Geschichte des Glases und der allgemeinen Kulturgeschichte. In der Neuen Hütte wird die über 3000-jährige Geschichte des Glases sowie die über 300-jährige Betriebsgeschichte der Baruther Glashütte in der Standesherrschaft Solms-Baruth erzählt, die bis 1815 zu Sachsen gehörte. Im 1. OG findet sich eine Darstellung der physikalischen und chemischen Eigenschaften des Glases, die Beschreibung der Blütezeit im 19. Jahrhundert sowie der Anfänge und des Niedergangs bis zur Schließung im Jahr 1980. Auch werden Aspekte des sozialen Lebens des Arbeitermilieus behandelt. Vom Auftaktraum, der historischen Hafenstube, gelangen die Besuchenden in die imposante Ofenhalle. Dort beeindruckt die historische Einrichtung und insbesondere der Siemens-Wannenofen mit 20 Tonnen erkalteten Glases. In der Ofenhalle befindet sich auch ein Glasstudio, das den Gästen einen praktischen Einblick in die uralte Technik der manuellen Glasfertigung gewährt und das Mitmachangebot „selbst Glas blasen“ anbietet. Weitere museumspädagogische Aktionen können gebucht werden. Die Abteilung „Burger-Ausstellung“ widmet sich in der historischen Dampfschleiferei Leben und Werk von Reinhold Burger (1866-1954). Er ist der Erfinder der Thermosflasche (1903) und auch ein Pionier der Röntgentechnologie (Herstellung der ersten Röntgenröhre in Berlin im Jahr 1896). Die Burger-Ausstellung gewährt Einblicke in die Beziehungsgeschichte zwischen Glas und technischem Fortschritt (Vakuumtechnik, Dewar-Gefäße u.v.m.). Das Museum verfügt rund 5000 Objekte, darunter Trink- und andere Gläser von der Antike bis zur heutigen Studioglasbewegung. Einen wesentlichen Bestandteil bilden zudem Werkzeuge der Glasherstellung, insbesondere zur Fertigung von „Großzeug“ und Beleuchtungsglas, was sich auch in der bedeutenden Sammlung von Lampenschirmen widerspiegelt. Darüber hinaus ist die historische Überlieferung der Baruther Glashütte in einem Betriebsarchiv dokumentiert, das Akten aus dem 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf der „VEB-Zeit“ enthält. Link für unserer aktuellen Sonderausstellung: https://www.baruther-glashuette.de/museum/sonderausstellungen/ Kontakt: Hüttenweg 20 15837 Baruth/Mark GT Glashütte Tel: 033704-9809-14 Fax: 033704-9809-22 E-Mail: info@museumsdorf-glashuette.de

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