Pfauder, Wolfgang CC BY-NC-SA

Beschreibung

Das "Thurmzimmer" im Schloss Babelsberg in Potsdam, auch Balkonzimmer genannt, wurde in den Jahren 1849 - 1850 unter Kronprinz Wilhelm I. ausgebaut und als Gästeappartement im Renaissancestil eingerichtet. Ein besonders interessantes Möbel ist der kleine Tisch, zu dem ursprünglich noch ein ähnlich gestalteter Schreibtisch gehörte. Die gewundenen Beine sowie die Akanthusschnitzereien an der Zarge stammen vermutlich aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und wurden Mitte des 19. Jahrhunderts mit den später hinzugefügten Engelsköpfen auf den Langseiten der Zarge zu einem zeitgenössischen, neobarocken Tisch zusammengefügt. Auffallend sind zudem die unterschiedlichen Holzarten der einzelnen Elemente. So sind die hellen Streben und die dunkel lackierten Beine aus Nussbaumholz, während die Schnitzereien der Zarge aus dunkel gefärbtem Lindenholz und die Tischplatte aus verleimten Eichenholzbrettern bestehen. Der Tisch ist deponiert.

ObjektartTisch
MaßeHauptmaß: Höhe: 77.00 cm Breite: 62.00 cm Länge: 95.00 cm
MaterialEiche (Holz), gedrechselt (gedreht), geschnitzt, dunkelbraun, poliert – Nussbaum (Holz), geschnitzt – Linde (Holz), gefärbt
InventarnummerIV 1039
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg CC BY-NC-SA

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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Die Hohenzollern ließen ab dem 17. Jahrhundert neben ihrer Hauptresidenz in Berlin verschiedene Schloss- und Gartenanlagen in der Havellandschaft bei Potsdam errichten. Der Gartengestalter Peter Joseph Lenné fasste im 19. Jahrhundert mehrere dieser Schloss- und Gartenensembles zu einer Kulturlandschaft zusammen, die 1990 in die UNESCO-Liste des Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde. Die 1995 gegründete Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) pflegt diesen Reichtum brandenburgisch-preußischer Geschichte, betreut die Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen und macht sie auf vielfältige Weise der Öffentlichkeit zugänglich. Die SPSG ist ein Zusammenschluss der nach 1945 getrennten Schlösserverwaltungen in Potsdam und West-Berlin und knüpft an die bereits 1927 im Zuge der Vermögensauseinandersetzung mit dem Haus Hohenzollern gegründete preußische Schlösserverwaltung an. Derzeit verwaltet die SPSG über 150 historische Bauwerke sowie rund 800 Hektar Gartenanlagen. Über 30 Häuser aus fünf Jahrhunderten mit ihren hochkarätigen Kunstsammlungen sind der Öffentlichkeit regelmäßig zugänglich. Dazu gehören in Potsdam u.a. das Schloss Sanssouci, die Bildergalerie, das Neue Palais und Schloss Charlottenhof im Park Sanssouci sowie das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof im Potsdamer Neuen Garten. In Berlin betreut die SPSG Schloss und Garten Charlottenburg, Jagdschloss Glienicke, Schloss Schönhausen und die Pfaueninsel. Hinzu kommen die märkischen Schlösser Rheinsberg, Königs Wusterhausen, Caputh und Paretz sowie das Schlossmuseum Oranienburg.

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