Kartierungsplan der Potsdamer Innenstadt mit Vorschlägen zur künftigen Denkmal- und Stadtbildpflege

Michael Lüder CC BY-NC-SA

Beschreibung

Der Maler und Kunstsammler Fritz Rumpf (1856–1927), der ab 1895 dauerhaft in Potsdam lebte, engagierte sich von Beginn an für die Erhaltung des Stadtbildes. Er nahm seit seiner Ankunft mit großer Sorge die vor allem nach 1871 erfolgten Abrisse und Neubauten in Potsdam wahr. Das nahe Berlin, das bis 1914 einen Großteil seiner historischen Bausubstanz verloren hatte, stand ihm dabei warnend vor Augen. Zugleich sah er die schwache Position des staatlichen Denkmalschutzes. Dessen Stärkung lag ihm daher besonders am Herzen. So war Rumpf einer der Initiatoren des 1920 verabschiedeten „Ortsstatuts zur Verhütung der Verunstaltung des Stadtbildes“. Dass sein aus der Heimatschutzbewegung kommendes Denkmalverständnis auch widersprüchlich war, bezeugt u. a. die vorliegende Karte. Während die friderizianischen Bauten zumeist als denkmalwürdig eingetragen sind, kann laut Rumpf der Mehrzahl der Häuser aus der Zeit des Soldatenkönigs ein „bedeutender künstlerischer Wert nicht zugesprochen werden“. [Thomas Sander] bez.: verso: Herrn Stadtbaurat Rumpf

ObjektartGrafik
Maße61,8 x 74 cm
MaterialLichtdruck, aquarelliert, kaschiert
InventarnummerAK-2018-45
Stand der Infomationen2025-02-05 21:23:52
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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte CC BY-NC-SA

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Potsdam Museum - Forum für Kunst und Geschichte

Das Potsdam Museum wurde 1909 von Potsdamer Bürgern und Mäzenen, die im Potsdamer Kunstverein und Potsdamer Museumsverein aktiv waren, als Städtisches Museum gegründet. Bereits in den Anfängen des Museums wurden umfangreiche Nachlässe, Stiftungen und Schenkungen mit historischem und kulturellem Wert dem städtischen Museum übergeben. Heute zählen die Sammlungsbestände des Museums über 200.000 Objekte. Wichtige Sammlungsschwerpunkte bilden dabei die Bereiche Bildende Kunst, Fotografie, Alltagskultur und Angewandte Kunst, Schrift und Druck sowie die umfangreiche Museumsbibliothek. Das Potsdam Museum hat in den vergangenen 100 Jahren eine wechselvolle Geschichte erlebt und häufig seinen Standort gewechselt. 2012 kehrte es an seinen Gründungsstandort in das Alte Rathaus am Alten Markt im Herzen der Stadt Potsdam zurück. Das Museum widmet sich städtischen Themen im Bereich der Kunst, Kultur und Geschichte. Dem neuen Potsdam Museum als Forum für Kunst und Geschichte stehen drei Etagen zur Verfügung. Seit 2013 ist die neue stadtgeschichtliche Dauerausstellung zu besuchen. In zehn themenorientierten Modulen wird die Stadt- und Kulturgeschichte Potsdams auch im Kontext überregionaler Ereignisse präsentiert. Neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Präsentation der Stadtgeschichte hat das Potsdam Museum den Auftrag, regionale Kunst zu sammeln und auszustellen. Mit den Ausstellungen zur Bildenden Kunst möchte das Potsdam Museum nicht nur Künstlerinnen und Künstler der Region vorstellen, sondern auch überregionale und internationale Kunstpositionen vermitteln. Als Ausstellungsflächen stehen dafür der Galerieraum für Bildende Kunst im Sockelgeschoss und die Sonderausstellungsflächen im Erdgeschoss, die auch für Fotografie- und Geschichtsausstellungen genutzt werden, zur Verfügung.

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